Ausflugsziele in Österreich: was ein Ausflugstag braucht
Die bekanntesten Ziele sind im Sommer gut besucht. Die interessanteren liegen meist eine Talstufe weiter und stehen in keinem Reiseführer.
Klammen und Schluchten
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Nach starken Regenfällen kommt es zu kurzfristigen Sperren. Ein Blick auf die Seite des Betreibers vor der Anfahrt ist deshalb sinnvoll.
Was das Hochgebirge bietet
Almhütten sind meist von Juni bis September bewirtschaftet. Außerhalb dieser Zeit gibt es keine Verpflegung und oft auch kein Wasser. Andere Beiträge zu österreichischen Themen stehen unter znaki.fm.
Höhenmeter sind aussagekräftiger als Kilometer. Für den Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.
Marktbesuche richtig planen
Der Brunnenmarkt in Wien-Ottakring zählt zu den größten Straßenmärkten Europas und läuft von Montag bis Samstag. Er ist deutlich weniger touristisch geprägt als der Naschmarkt.
Bauernmärkte verkaufen direkt vom Produzenten. Das ist teurer als im Supermarkt, dafür ist die Herkunft nachvollziehbar.
| Blau | leicht | feste Schuhe genügen |
| Rot | mittel | Trittsicherheit nötig |
| Schwarz | schwer | Schwindelfreiheit und Erfahrung |
| Steig gesichert | variabel | teils Ausrüstung erforderlich |
Wann sich welches Ziel lohnt
Öffnungszeiten von Klammen, Bahnen und Hütten sind saisonal. Wer außerhalb der Hauptsaison fährt, sollte sie einzeln prüfen.
Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August. Als Ausgangspunkt für die Suche eignet sich die Übersicht zu Orte in Österreich.
Was für Jüngere funktioniert
Themenwege mit Stationen funktionieren mit Kindern deutlich besser als reine Aufstiege. Viele Regionen haben solche Wege in den letzten Jahren angelegt.
Museen und Schauhöhlen sind gute Ausweichziele bei schlechtem Wetter und in fast jeder Region vorhanden.
- Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Ausrüstung
- Rund 300 Höhenmeter pro Stunde im Aufstieg einplanen
- Gewitter bilden sich im Sommer meist am Nachmittag
- Stirnlampe wiegt wenig und rettet den späten Abstieg
Wo das Wasser die Landschaft prägt
Nach Starkregen führen Bäche binnen Stunden Hochwasser. Uferwege können dann kurzfristig gesperrt sein, auch wenn das Wetter bereits umgeschlagen ist.
Die Donau bildet die größte Flussachse des Landes. Die Wachau zwischen Melk und Krems ist als Kulturlandschaft besonders bekannt.
Zwischen Schnee und Stadtbesuch
Thermen sind in Ostösterreich und der Steiermark verbreitet und an Schlechtwettertagen entsprechend gut besucht.
Schneeschuhtouren erschließen Gelände abseits der Pisten, verlangen aber Kenntnis der Lawinenlage und entsprechende Ausrüstung.
Was am Ende bleibt
Die Jahreszeit entscheidet stärker über den Eindruck als das Ziel selbst. Derselbe Ort wirkt im Mai anders als im September.
Die Anreise verdient mehr Aufmerksamkeit als das Ziel. Sie entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.
Die Seenlandschaften des Landes
Diese Höhenlage bedeutet zweierlei: eine kurze Saison von etwa Juni bis Oktober und Wassertemperaturen, die zum Baden kaum einladen.
Bergseen wie der Seebensee in Tirol liegen auf über 1.600 Metern und sind nur zu Fuß oder über eine Kombination aus Bahn und Wanderung erreichbar.
Historische Orte als Ziel
Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.
Stift Melk über der Donau ist eines der bekanntesten Barockbauwerke des Landes und liegt am Beginn der Wachau, was sich gut zu einem Tagesausflug verbinden lässt.
Was in den Rucksack gehört
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo.
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Rücksicht als Voraussetzung
Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab.
Beim Queren von Weideflächen sind Zäune und Tore wieder zu schließen. Das klingt banal und ist für die Bauern von echter Bedeutung.
Seen mit flachem Einstieg sind für kleinere Kinder sicherer. Bergseen fallen dagegen oft steil ab und sind sehr kalt.
Verkehrsanbindung im Vergleich
Für Rundtouren ist die öffentliche Anreise oft praktischer, weil man nicht zum Auto zurückkehren muss.
Mautstraßen führen zu manchen Ausgangspunkten. Die Gebühren sind nicht unerheblich und werden bei der Planung gern vergessen.
Urbane Ziele im Land
Innsbruck ist der einzige Ort dieser Größe, von dem aus das Hochgebirge in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Die interessanteren Viertel liegen meist außerhalb der touristischen Zentren. In Wien betrifft das etwa Ottakring oder die Bezirke entlang des Gürtels.
Abseits der Hauptrouten
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still.
Eine Talstufe weiter oder ein Seitental hinein ist der Andrang meist deutlich geringer, bei vergleichbarer Landschaft.
Kurze Antworten auf wiederkehrende Fragen
Was kostet ein Ausflugstag?
Das Wandern selbst nichts. Die Kosten entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr, wobei die Bahn meist der größte Posten ist.
Gibt es Welterbestätten in Österreich?
Ja, mehrere. Dazu zählen unter anderem die Wachau an der Donau und Teile des Salzkammerguts.
Gibt es Nationalparks in Österreich?
Ja, sechs. Die Hohen Tauern sind das größte Schutzgebiet der Alpen, der Nationalpark Neusiedler See im Osten ist landschaftlich das Gegenteil davon.
Angaben zu Wegen und Erreichbarkeit geben den üblichen Stand wieder. Kurzfristige Sperren sind besonders nach Unwettern möglich.